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Foto: Kristina Kast

Christina zur Nedden is a freelance journalist and reports in German and English on tech, politics in Southeast Asia and human interest stories.

Her texts and videos appear on welt. de, WELT am Sonntag, dw.com and Financial Times. She has published with fluter.de, sifted.eu, SPIEGEL, FAZ, ZEIT ONLINE, taz.am wochenende and Radio Berlin Brandenburg.

2018/19 CvD and editor at watson.de

2017 CVD head of homepage WIRED Germany

Trained as a journalist Evangelische Journalistenschule Berlin.

MSc Global Politics at the London School of Economics with a focus on China.

BA European Studies University Maastricht

Support of the Medienboard Berlin-Brandenburg for her own web series “Auf Arbeit” (At Work)

Christina zur Nedden lives in Vienna and Southeast Asia

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Podcast “Pandemic Provence”

Photo: Christina zur Nedden

Urlaub am Samstagabend: Christina und Armin bereisen mit euch die Provence.

Pandemic Provence nimmt euch in tristen Lockdown-Zeiten mit ins sonnige Südfrankreich. Christina und Armin besuchen Märkte, Strände, Weingüter und andere typische Orte entlang der Cote D’Azur. Die Folgen wurden im Juli und August 2020 aufgenommen, sorgen aber auch heute noch für sofortige Entspannung. Wer im Pandemie-Jahr nicht verreisen konnte, bekommt hier Urlaub für die Ohren.

Den Podcast gibt es auf folgenden Plattformen

Apple: 
https://lnkd.in/eXMpU45

Spotify:
https://lnkd.in/e926-hf

SoundCloud:
https://lnkd.in/eaPANEV

Instagram:
@pandemicprovence 

Die Impfkluft, die China gezielt ausnutzt

Ein Mitarbeiter hält demonstrativ eine Schachtel mit dem Logo „Sinovac“ in die Kamera. Die Hand des Arztes, der die Spritze hält, zittert leicht. Dann steckt die Nadel neun Sekunden lang im Oberarm des indonesischen Präsidenten Joko Widodo. Hinter ihm prangt ein großes Banner mit der Aufschrift „Sicher und halal“.

Der Fernsehauftritt soll Vertrauen für den in China entwickelten Impfstoff schaffen, von dem unklar ist, wie zuverlässig er wirkt. Ganz Indonesien und zahlreiche andere Schwellenländer setzen auf CoronaVac der chinesischen Firma Sinovac – auch, weil sie keine andere Wahl haben.

Während in Europa und den USA das Massenimpfen begonnen hat, heißt es für ärmere Länder: ungewisses Abwarten. Die Versprechungen der Industrieländer, Impfstoffe gerecht zu verteilen, blieben bisher unerfüllt. Für viele Länder sind daher Impfstoffe aus Indien und China die einzige Hoffnung auf eine schnelle Immunisierung der Bevölkerung.

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Warum es in Ostasien keine Querdenker-Demos gibt

Nch einem Corona-Ausbruch in einer Sektengemeinde in Südkorea hatten die Infizierten gleich zweimal Grund zur Sorge: erstens, selbst erkrankt zu sein. Und zweitens, dafür öffentlich verurteilt und online gemobbt zu werden.

In Asien ist die Zahl der Corona-Infektionen im Vergleich zu Europa sehr niedrig. Neben guter Vorbereitung, hohen Testkapazitäten und einer konsequenten Kontaktverfolgung liegt das auch daran, dass ein starker sozialer Druck besteht, sich an die Regeln zu halten. Proteste von Corona-Leugnern etwa sind undenkbar. Vielmehr zeigt sich in diesen Ländern ein anderes Extrem: Eine Covid-19-Erkrankung kann zu einem sozialen Stigma führen, weil sie als selbst verschuldet gilt und die Gemeinschaft gefährdet.

Wer sich in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, dem ist im Normalfall das Mitgefühl seiner Mitbürger sicher. In ostasiatischen Ländern wie Japan, Südkorea oder Singapur ist das anders. Lokale Medien berichten über zunehmendes Online-Mobbing Erkrankter.

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Die absurde Youtube-Welt des Kim Jong-un

Eine junge Frau in rotem Kleid fährt auf einer Rolltreppe in eine moderne U-Bahn-Station hinunter. In ihrer Hand hält sie ihr Handy, sie redet in Richtung Kamera, dazu läuft beschwingte Musik. Dass diese Szene nicht in London oder Berlin spielt, wird erst klar, als der Titel des Youtube-Videos erscheint: „Im Untergrund von Pjöngjang“.

Nordkorea, das wohl am stärksten abgeschottete Land der Welt, hat schon seit rund drei Jahren einen eigenen Youtube-Kanal, der existierte aber bislang weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch mit Un A, dem Star des Accounts „Echo of Truth“, hat sich das geändert. Seit diesem Jahr präsentiert die junge Frau ihre Videos mit eingängigen Titeln wie „What‘s up Pyongyang?“ und „Pyongyang Tour Series“ – vorwiegend einem Publikum aus dem Ausland, denn die große Mehrheit der Nordkoreaner hat keinen Zugang zum Internet und damit auch kein Youtube.

n perfektem Englisch zeigt Un A einen Alltag in Pjöngjang, der sich nicht wesentlich vom Leben in anderen Großstädten auf der Welt zu unterscheiden scheint. In ihren Videos aus dem Frühjahr und Sommer dieses Jahres machte Un A vor allem das, was viele sogenannte Influencer in London, Paris oder Berlin auch tun. Sie ging joggen, Pizza essen und in einen Freizeitpark und ließ die Zuschauer an ihren Erlebnissen teilhaben.

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COVID-Impfstoff: „Ich habe mich dagegen entschieden, viel Geld zu verdienen“

Das ganze Interview gibt es auf welt.de
Es erschien ebenfalls übersetzt auf
24heures.ch, La Repubblica, Le Soir, Tdg.com, wyborcza.pl und Luxemburger Wort

Adar Poonawalla leitet den weltweit größten Impfstoff-Hersteller. Das Serum Institute in Indien hat begonnen, eine Milliarde Dosen Covid-Vakzine zu produzieren. Im Interview spricht der 39-Jährige über Pferdeblut – und über Preiserhöhungen in zwei Jahren.

Er ist der Sohn des „Impfstoffkönigs“: Adar Poonawalla, 39, leitet das Serum Institute of India, das sein Vater und Milliardär Cyrus Poonawalla vor 54 Jahren gegründet hat. Das Serum Institute ist gemessen an verkauften Dosen der weltweit größte Impfstoffhersteller und liefert auch in gewöhnlichen Zeiten jährlich etwa 1,5 Milliarden Dosen an 170 Länder. Bereits zu Beginn der Pandemie im April begann Poonawalla, Glasröhrchen für die Massenproduktion vorzubereiten.

Jetzt, da die Welt hungrig nach Impfstoffen ist, sucht Poonawalla nach Möglichkeiten, um seine kostengünstigen Impfstoffe auch im Westen zu verkaufen. Sein Institute arbeitet mit Entwicklern aus anderen Ländern zusammen und will nun zügig eine Milliarde Dosen eines Covid-19-Impfstoffs herstellen. 

WELT: Herr Poonawalla, der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer sowie das US-Unternehmen Moderna haben kürzlich eine Erfolgsrate von über 90 Prozent ihrer Coronavirus-Impfstoffe bekannt gegeben. Das Serum Institute hat einen Vertrag mit dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller Astra Zeneca unterzeichnet, der vorläufige Daten über eine 70-prozentige Wirksamkeit seines Impfstoffs gemeldet hat. Wie kann dieser Impfstoff mit den anderen konkurrieren?

Adar Poonawalla: Wir haben insgesamt fünf Partnerschaften zur Herstellung eines Coronavirus-Impfstoffs, darunter Astra Zeneca und das US-Pharmaunternehmen Novavax. Wir freuen uns sehr über die positiven Ergebnisse von Astra Zeneca, insbesondere weil die Impfstoffdosen im Kühlschrank aufbewahrt werden können. Logistisch erleichtert dies den Transport erheblich, da man keine Tiefkühltruhen benötigt. Sie müssen nicht bei minus 60 oder 70 Grad aufbewahrt werden.

Das ganze Interview gibt es auf welt.de