Studium Digitale per MOOC

Mit einigen MOOCs lassen sich jetzt ECTS-Leistungspunkte sammeln. Das fordert das traditionelle Universitätsmodell aus Anwesenheitspflicht und festem Lehrplan heraus.

MOOC-Bild-Salford-Business-School-CC-BY-2.0-via-Flickr

Verschulte, vorgefertigte Bachelor- und Masterstudiengänge lassen heute wenig Raum für individuelle Persönlichkeitsbildung. Ergänzende Online-Kurse – oder MOOCs – zur Verfolgung eigener akademischen Interessen werden immer beliebter, waren bisher aber nicht vom Hochschulsystem anerkannt. Das ändert sich jetzt in Europa. Werden wir uns bald ein Studium digital selbst zusammenstellen können?

[Weiterlesen...]

Space race – wer baut das Netz?

Netzriesen wie Facebook und Google wetteifern darum, schlecht vernetzte Orte mit Internetzugang zu versorgen und sich die Märkte zu sichern. Das hat nicht nur Vorteile.

Ein solarbetriebener WiFI-Ballon aus Googles Projekt "Loon".

Ein solarbetriebener WiFI-Ballon aus Googles Projekt “Loon”.

Anfang Juni stürzte im US-Amerikanischen Staat Washington ein Ballon ab. Er kollidierte mit einer Hochspannungsleitung und kappte die Stromversorgung der umliegenden Häuser. Trotz ihrer vermeintlichen Unbedeutsamkeit für den Rest der Welt erlangte die Nachricht aus einem Grund internationale Beachtung: es handelte sich nicht um irgendeinen Ballon, sondern um einen der ersten Ballons aus Googles Projekt Loon. Die Geschichte erinnert an eine Szene im Film Die Truman Show: ein Scheinwerfer, der einen Stern darstellen soll, fällt dem Hauptdarsteller aus dem Himmel vor die Füße. Man fragt sich: was sucht Google da oben in der Luft?

[Weiterlesen...]

Spieglein, Spieglein

Online-Liebe Millionen Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Aber sind sie wirklich auf der Suche nach einem Gegenüber – oder nur nach einer zweiten Version ihres Ichs?

Es gibt eine Schlüsselszene in dem Film The Social Network, als der junge Mark Zuckerberg die zündende Idee für „The Facebook“ hat: den Beziehungsstatus. Ein großer Teil des Erfolges von Facebook basiert auch heute noch auf der Angabe der Information, ob jemand vergeben oder zu haben ist.

Die Dating-App „Tinder“ hat sich auf diese Funktion reduziert und bedient damit, was die Menschen am meisten interessiert. 750 Millionen Menschen suchen monatlich durch „Tindern“ die Liebe im Internet. Die App funktioniert über eine Facebook-Anmeldung und lässt Nutzer so lange Bilder von anderen Liebeswilligen „swipen“, bis ein „Match“ entsteht, wenn beide sich gegenseitig attraktiv finden. Manche Nutzer machen sich einen Spaß aus „Tinder“ – etwa um einfach mal „Nein“ zu 30 Männern oder Frauen in 30 Sekunden zu sagen oder Screenshots von befreundeten Nutzern zu machen, die eigentlich in einer Beziehung sind. Andere hoffen aber auch auf den oder die Richtige zu treffen.

[Weiterlesen...]

„Der unsichtbare Mensch“

Menschenmasse

Anonymität im Internet ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann Whistleblower bei der Preisgabe von Informationen schützen. Doch die vermeintliche Unsichtbarkeit wird von Menschen auch missbraucht, die Hass und Gemeinheiten verbreiten. Ingrid Brodnig, Leiterin des Medienressorts und Netzpolitik-Journalistin bei der Wiener Wochenzeitung „Falter“, diskutiert in ihrem Buch „Der unsichtbare Mensch“ die Licht- und Schattenseiten von Anonymität. Sie liefert aktuelle Beispiele und erläutert, wie sich Unidentifizierbarkeit auf das menschliche Verhalten auswirken kann. Brodnig motiviert den Leser darüber nachzudenken, wie Anonymität, Meinungsfreiheit, Demokratie und Überwachung zusammenhängen und wie jeder zu konstruktiven Debatten und einem respektvollen Umgang im Netz beitragen kann.

[Weiterlesen...]

Identität im Netz: Datenspur, Ego Updates und Selbstoptimierung

Auf der Berliner Netzkultur Konferenz zum Motto “Identity sucks” redete Miriam Meckel über die verschiedenen Ausdrucksformen von Identität im Netz.

Meckel

Für unsere Identität ist das Internet Glück und Last zugleich. Einerseits kann man mit einem virtuellen Alter Ego oder Pseudonym aus der Gesellschaft ausbrechen. Die digitale Identität wird zur Chance sich in neuen Öffentlichkeiten einzubringen und online neu zu erfinden. Andererseits neigt man im Netz dazu nur Ausschnitte seiner Persönlichkeit öffentlich zu machen. Identität wird zu einer Best-of-Marke seiner Selbst, die nur die Highlights des eigenen Lebens präsentiert. Das Internet und soziale Netzwerke insbesondere drohen somit nicht mehr als Orte der Selbstdarstellung zu sein, die wenig mit der Realität zu tun hat.

[Weiterlesen...]