Putzen und Essen ausfahren mit Uni-Abschluss

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Berliner Morgenpost vom 7. März 2016 und auf morgenpost.de

Von Jobs bei  Dienstleistern  wie „Foodora“ und „Helpling“ versprechen sich Berliner Flexibilität. Das hat aber auch Nachteile.

Berlin in diesen Tagen: Draußen stürmt es, in der Chausseestraße in Mitte hat jemand Lust auf einen Burger. Zwei, drei Klicks, und das Essen aus dem Lieblingsrestaurant ist übers Smartphone nach Hause bestellt. Das ist der Startschuss für Syazwan Khairi. Er steigt auf sein Rennrad, öffnet die App auf seinem Handy, akzeptiert den Auftrag für die Bestellung und fährt los.

In 15 Minuten muss er beim Restaurant am Hackeschen Markt sein, das gleichzeitig Burger und Pommes brutzelt. Er schafft es pünktlich, verstaut die Lieferung in seinem Rucksack, wischt über die App – „Bestellung abgeholt“ – und rast los zum Kunden. Zehn Minuten, um in die Chausseestraße zu kommen, das sind zweieinhalb Kilometer. Kein Problem für Khairi. Zwischendurch ein Blick aufs Handy, links oder rechts? Der Bildschirm ist nass vom Regen. Zwei Minuten bis zur Deadline: Khairi findet die Wohnung nicht. Vorderhaus? Hinterhaus? Welcher Stock? Am Ende ist er vier Minuten zu spät. Ein Mann in Jogginghose öffnet die Tür. Er wirkt entspannt, reicht Khairi ein paar Münzen. „Drei Euro Trinkgeld – so was gibt’s nur in Prenzlauer Berg“, sagt er und strahlt.

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Malte Spitz: “Big Data is watching you”

“Was macht ihr mit meinen Daten?” – Malte Spitz fragt bei Mobilfunkanbietern, Fluggesellschaften und Ämtern nach und legt die Grundlagen eines (möglichen) Überwachungsstaats offen.

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Spätestens seit Beginn des von Edward Snowden enthüllten Überwachungsskandals ist Datenschutz ein Thema. Doch die Diskussion bewegt sich meist auf theoretischer Ebene. Der Politiker und Bürgerrechtler Malte Spitz erkundet in seinem ersten Buch “Was macht ihr mit meinen Daten?” was es praktisch bedeutet, wenn Daten gespeichert und ausgewertet werden. Er hakte bei alltäglich genutzten Diensten wie Mobilfunkanbietern und Krankenkassen nach und warnt vor den Gefahren für die persönliche Freiheit jedes Einzelnen durch die zunehmende Verdatung unserer Handlungen.

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Bookmate: Soziales Lesen in Schwellen- und Entwicklungsländern

Der digitale Social-Reading-Dienst Bookmate konzentriert sich auf Entwicklungsländer in denen große Player noch nicht aktiv sind.

Bookmate CEO Simon Dunlop während seines Vortrags auf der Frankfurter Buchmesse.
Bookmate CEO Simon Dunlop während seines Vortrags auf der Frankfurter Buchmesse.

Auf der Welt gibt es mehr Mobiltelefone als Menschen. Vor allem in Entwicklungsländern sind Handys oft der einzige persönliche Computer. Der digitale Social-Reading-Dienst Bookmate konzentriert sich auf Länder in denen große Unternehmen wie Amazon noch nicht aktiv sind.

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Crowdfunding für Bücher: Wenn der Leser zum Verleger wird

Die Self-Publishing- und Crowdfunding-Plattform Pentian bezahlt nicht nur Autoren, sondern belohnt Unterstützer erfolgreicher Buchprojekte mit einem Teil der Tantiemen. Dieses System soll das Verlagswesen revolutionieren.

Pentian CEO Enrique Parrilla während der Frankfurter Buchmesse 2014.
Pentian CEO Enrique Parrilla während der Frankfurter Buchmesse 2014.

Pentian kombiniert zwei große Trends: Self-Publishing und Crowdfunding. Autoren können ihre Bücher selbst veröffentlichen und in direkten Austausch mit ihren Lesern treten, bevor Buchproduktionskosten entstehen. Unterstützer von erfolgreichen Projekten bekommen einen Teil der Tantiemen. Pentians CEO Enrique Parrilla sprach auf der CONTEC 2014 über Crowdfunding im Verlagswesen, weshalb Leser die besseren Verleger sind und den Einfluss der Digitalisierung auf die Branche.

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Spieglein, Spieglein

Online-Liebe Millionen Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Aber sind sie wirklich auf der Suche nach einem Gegenüber – oder nur nach einer zweiten Version ihres Ichs?

Es gibt eine Schlüsselszene in dem Film The Social Network, als der junge Mark Zuckerberg die zündende Idee für „The Facebook“ hat: den Beziehungsstatus. Ein großer Teil des Erfolges von Facebook basiert auch heute noch auf der Angabe der Information, ob jemand vergeben oder zu haben ist.

Die Dating-App „Tinder“ hat sich auf diese Funktion reduziert und bedient damit, was die Menschen am meisten interessiert. 750 Millionen Menschen suchen monatlich durch „Tindern“ die Liebe im Internet. Die App funktioniert über eine Facebook-Anmeldung und lässt Nutzer so lange Bilder von anderen Liebeswilligen „swipen“, bis ein „Match“ entsteht, wenn beide sich gegenseitig attraktiv finden. Manche Nutzer machen sich einen Spaß aus „Tinder“ – etwa um einfach mal „Nein“ zu 30 Männern oder Frauen in 30 Sekunden zu sagen oder Screenshots von befreundeten Nutzern zu machen, die eigentlich in einer Beziehung sind. Andere hoffen aber auch auf den oder die Richtige zu treffen.

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