Malte Spitz: “Big Data is watching you”

“Was macht ihr mit meinen Daten?” – Malte Spitz fragt bei Mobilfunkanbietern, Fluggesellschaften und Ämtern nach und legt die Grundlagen eines (möglichen) Überwachungsstaats offen.

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Spätestens seit Beginn des von Edward Snowden enthüllten Überwachungsskandals ist Datenschutz ein Thema. Doch die Diskussion bewegt sich meist auf theoretischer Ebene. Der Politiker und Bürgerrechtler Malte Spitz erkundet in seinem ersten Buch “Was macht ihr mit meinen Daten?” was es praktisch bedeutet, wenn Daten gespeichert und ausgewertet werden. Er hakte bei alltäglich genutzten Diensten wie Mobilfunkanbietern und Krankenkassen nach und warnt vor den Gefahren für die persönliche Freiheit jedes Einzelnen durch die zunehmende Verdatung unserer Handlungen.

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Bookmate: Soziales Lesen in Schwellen- und Entwicklungsländern

Der digitale Social-Reading-Dienst Bookmate konzentriert sich auf Entwicklungsländer in denen große Player noch nicht aktiv sind.

Bookmate CEO Simon Dunlop während seines Vortrags auf der Frankfurter Buchmesse.

Bookmate CEO Simon Dunlop während seines Vortrags auf der Frankfurter Buchmesse.

Auf der Welt gibt es mehr Mobiltelefone als Menschen. Vor allem in Entwicklungsländern sind Handys oft der einzige persönliche Computer. Der digitale Social-Reading-Dienst Bookmate konzentriert sich auf Länder in denen große Unternehmen wie Amazon noch nicht aktiv sind.

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Crowdfunding für Bücher: Wenn der Leser zum Verleger wird

Die Self-Publishing- und Crowdfunding-Plattform Pentian bezahlt nicht nur Autoren, sondern belohnt Unterstützer erfolgreicher Buchprojekte mit einem Teil der Tantiemen. Dieses System soll das Verlagswesen revolutionieren.

Pentian CEO Enrique Parrilla während der Frankfurter Buchmesse 2014.

Pentian CEO Enrique Parrilla während der Frankfurter Buchmesse 2014.

Pentian kombiniert zwei große Trends: Self-Publishing und Crowdfunding. Autoren können ihre Bücher selbst veröffentlichen und in direkten Austausch mit ihren Lesern treten, bevor Buchproduktionskosten entstehen. Unterstützer von erfolgreichen Projekten bekommen einen Teil der Tantiemen. Pentians CEO Enrique Parrilla sprach auf der CONTEC 2014 über Crowdfunding im Verlagswesen, weshalb Leser die besseren Verleger sind und den Einfluss der Digitalisierung auf die Branche.

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Spieglein, Spieglein

Online-Liebe Millionen Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Aber sind sie wirklich auf der Suche nach einem Gegenüber – oder nur nach einer zweiten Version ihres Ichs?

Es gibt eine Schlüsselszene in dem Film The Social Network, als der junge Mark Zuckerberg die zündende Idee für „The Facebook“ hat: den Beziehungsstatus. Ein großer Teil des Erfolges von Facebook basiert auch heute noch auf der Angabe der Information, ob jemand vergeben oder zu haben ist.

Die Dating-App „Tinder“ hat sich auf diese Funktion reduziert und bedient damit, was die Menschen am meisten interessiert. 750 Millionen Menschen suchen monatlich durch „Tindern“ die Liebe im Internet. Die App funktioniert über eine Facebook-Anmeldung und lässt Nutzer so lange Bilder von anderen Liebeswilligen „swipen“, bis ein „Match“ entsteht, wenn beide sich gegenseitig attraktiv finden. Manche Nutzer machen sich einen Spaß aus „Tinder“ – etwa um einfach mal „Nein“ zu 30 Männern oder Frauen in 30 Sekunden zu sagen oder Screenshots von befreundeten Nutzern zu machen, die eigentlich in einer Beziehung sind. Andere hoffen aber auch auf den oder die Richtige zu treffen.

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#Favelasonline: „Wir finden neue Formen von Politik!“

Favelas

Ein Viertel der Bewohner von Rio de Janeiro – Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016 – lebt in Favelas. In den fast 1.000 Armenvierteln der brasilianischen Hauptstadt bestimmen Drogenbanden seit Jahren das tägliche Leben. Favelas sind daher vor allem eins: ein Synonym für Gewalt und Armut. Weniger bekannt ist, dass die Elendsviertel längst auch Quelle und Hort digitaler Kreativität sind.

Vor allem junge Favela-Bewohner üben sich mit Begeisterung in der lokalen Berichterstattung. Die deutschen Journalistinnen Julia Jaroschewski und Sonja Peteranderl schreiben seit 2001 auf BuzzingCities und aus den Favelas in Rio, haben selbst in der Favela Rocinha gewohnt und live von dort auf ihrem „Favelawatchblog“ gebloggt. In der Veranstaltung „#favelasonline – Digitaler Wandel in den Armenvierteln von Rio de Janeiro“ der Heinrich-Böll Stiftung berichteten sie in Berlin, wie das Internet die brasilianischen Armenviertel in „die größten Startups Lateinamerikas“ verwandelt.

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