Category: Digitaler Wandel (page 1 of 3)

Crowdfunding picks up slack for green tech start-ups in Europe

This text was first published in the Financial Times here

Even in the midst of this year’s coronavirus pandemic, Bernhard Stöckl still saw the potential for attracting investors to his renewable energy venture.

The chief executive of Austrian renewable energy company Photovoltaik Leitinger started crowdfunding for his “bifacial” solar panel fence, which collects sun energy from two sides and produces up to 10 per cent more energy than its conventional counterparts. “We expected renewables to gain momentum during this crisis — and our investors agreed,” he says. 

The transition to clean energy is dominated by big companies and large-scale public projects aimed at delivering low-carbon power at scale. Yet many individual citizens are keen to do their part in achieving climate targets by backing and installing small-scale renewable kit.

Crowdfunding can get green energy projects off the ground and democratise the energy transition. At the same time, these platforms function differently from traditional investments and carry different types of risks for retail investors.

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Das Virus ist wie ein Bumerang, es kommt immer wieder zurück

Zunächst schien es, als habe Singapur die Lage unter Kontrolle – auch ohne Lockdown. Doch dann stieg die Zahl der Corona-Infizierten, nun schließen Schulen und Geschäfte. Das Beispiel zeigt die Gefahr des Virus in einer vernetzten Welt.

So hatte sich Christof Martin sein erstes Jahr als neuer Schuldirektor in Singapur nicht vorgestellt. Kurz nachdem er im August letzten Jahres die Leitung der Deutsch-Europäischen Schule in Singapur übernommen hatte, zog der Rauch von Waldbränden im benachbarten Indonesien bis in den Stadtstaat und gefährdete die Gesundheit seiner knapp 2000 Schüler. Sport und Unterricht im Freien konnten nicht mehr stattfinden. Heute zwingt ihn das Coronavirus dazu, den Campus der Schule für einen ganzen Monat zu schließen. „Ich wollte die Schule so lange wie möglich offen halten, doch nachdem sich die Fälle im Land häuften, war das nicht mehr möglich“, sagt Martin.

An Singapur zeigt sich gerade beispielhaft, was anderen Ländern in Asien, aber auch Europa und den USA noch bevorstehen könnte: Das Virus wütet in einer vernetzten Welt wie ein Bumerang. Auch wenn es unter Kontrolle scheint und trotz stringent organisierter Maßnahmen – es kommt immer wieder zurück.

Den ganzen Text gibt es auf welt.de

Founders flee to Estonia’s digital paradise

With 12 guides, over 600 tours sold and plenty of positive reviews, Arzu Altinay’s company Walks in Istanbul was going well. Then the business started to go very wrong.

The political atmosphere in Turkey started to change around 2015 and there was a a bloody coup attempt a year later. Tourism dried up. Altinay, who had been a professional tour guide since 1998, lost the vast majority of her customers.

When PayPal stopped operating in Turkey in 2016, even those still wanting to pay for her tours couldn’t. “I was desperate because my business died immediately. I’m a single parent and had no money coming in.”

Altinay knew that she had to move her company outside of Turkey. “The business was working, it just wasn’t working in Istanbul”. Read more →

Getestet an Millionen Unfreiwilligen

Foto: Ariana Dongus

Foto: Ariana Dongus

Dieser Beitrag erschien zuerst am 17. Dezember 2017 auf ZEIT ONLINE.

In Jordaniens Camps werden Geflüchtete per Iris-Scan registriert und fortan identifiziert. Ablehnen können sie das nicht. So wird die EyeHood-Technik marktreif gemacht.

Imad Malhas hält sich den schwarzen Scanner wie ein Fernglas an die Augen. “Please look into the mirror“, ertönt eine weibliche Computerstimme. Bitte schauen Sie in den Spiegel. Ein schwarz-weißes Abbild seines linken Auges erscheint auf dem Bildschirm. Malhas ist der Gründer von IrisGuard mit Sitz in Milton Keynes, einer sterilen Planstadt 30 Minuten nördlich von London. Zwei Sekunden dauert es, bis sich der Computer wieder meldet: “Identification completed“. Der EyeHood hat Malhas’ Iris erkannt und ihn damit identifiziert. Der Unternehmer zieht zufrieden an seiner E-Zigarette. Dass sich seine Erfindung mal irrt, ist nahezu ausgeschlossen, denn die Iris ist bei jedem Menschen einzigartig. Ist die Regenbogenhaut einer Person durch EyeHood registriert, kann das System die Identität eines Menschen beliebig oft verifizieren.

Tausende Kilometer entfernt ist das bereits Alltag. In Amman werden täglich 3.000 bis 5.000 Menschen von EyeHood gescannt – Geflüchtete. So ist es in vielen Camps des Mittleren Ostens, auch in Irbid, Mafrak, Asrak, Zaatari und in den mobilen Zentren außerhalb der jordanischen Städte. Mit dem System werden Menschen als Flüchtlinge registriert oder sie lassen ihren Status als Hilfsbedürftige erneuern. Wer das nicht tut, bekommt vom Betreiber der Flüchtlingscamps, dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), keine Hilfe. Kritiker sagen, so würden Kriegsflüchtlinge für die Erprobung biometrischer Erkennungssysteme zwangsverpflichtet, bis diese marktreif sind. Read more →

Verkehr der Zukunft: „Ampeln werden überflüssig sein“

Foto: Opel

Foto: Opel

Dieser Beitrag erschien zuerst auf wired.de

Moderne Architektur, Mobilität und das Internet der Dinge gehören für Carlo Ratti zusammen. Der Leiter des Senseable City Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) glaubt, dass die intelligente Vernetzung von Mobilitätsdiensten das Zusammenleben in Städten fundamental verbessern wird – und dass Autos bald nicht mehr unser Stadtbild prägen.

Ginge es nach Carlo Ratti, wäre die Architektur jeder Stadt lückenlos vernetzt und responsiv. Diesen Ansatz verfolgte Ratti bereits 2008, als er für die Weltausstellung im spanischen Saragossa einen digitalen Wasserpavillon entwarf. Die Wände, Eingänge und Ausgänge des Pavillons veränderten sich, je nachdem wie viele Menschen ihn benutzen. Das Time Magazine kürte das Design damals zu einer der besten Erfindungen des Jahres.

Ratti, der das Senseable City Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) leitet, interessiert sich für Mobilität in jeder Form. In Seattle bat er 500 Personen, ihren Müll mit einem elektronischen Tag zu versehen. Dadurch konnte er 3000 Müllsäcke digital quer durch die USA verfolgen. „Wir sahen, wie Plastikflaschen durch das ganze Land reisten und schließlich ewig auf einer Müllkippe liegen blieben. Dieses neue Wissen über die ‚removal chain‘ bewegte einige Menschen dazu, keine Plastikflaschen mehr zu kaufen“, erzählt Ratti. Read more →