Author: czurnedden (page 1 of 19)

Auf eine Pizza in Pjöngjang

Eine Youtuberin namens Un A soll das kommunistische Nordkorea für den Westen weltoffen und wohlhabend präsentieren. Dafür geht sie essen, einkaufen und joggen. Eine Strategie, die bei einigen durchaus aufgeht. Experten haben eine Erklärung.

Un A steht in einem riesigen Konzertsaal, hinter ihr strömen Hunderte junge Menschen mit Mundschutz in Richtung Bühne. „Ich weiß nicht, ob es bei euch auch ‚Youth Day‘ gibt, aber bei uns ist er eines der aufregendsten Ereignisse“, ruft sie und beklatscht die bunt gekleidete Tanzgruppe, die auch beim Eurovision Song Contest auftreten könnte. Die junge Frau mit dem Kurzhaarschnitt lebt nicht in Europa, sondern in Pjöngjang. Un A ist Nordkoreas erste englischsprachige YouTuberin.

Der Kanal „Echo of Truth“, auf dem ihre Beiträge laufen, hat nichts mehr mit Aufnahmen von steifen Militärparaden gemein oder der Staatspropaganda mit 80er-Jahre-Flair, für die die Diktatur bisher bekannt war. In ihren Videos mit Titeln wie „What’s up Pyongyang?“ isst sie Pizza, geht joggen, oder in einen Freizeitpark.

Ihre Landsleute erreicht sie damit nicht, in Nordkorea ist der Zugang zum Internet der Elite vorbehalten. Doch das ist auch gar nicht das Ziel: Un A soll, in fließendem Englisch, junge Menschen im Ausland ansprechen und ihnen ein Nordkorea zeigen, das durch Menschlichkeit und Harmonie überzeugt.

Die kommunistische Diktatur experimentiert bereits seit einigen Jahren mit sozialen Medien. In den letzten Wochen jedoch haben die Beiträge von Un A und anderen jungen Moderatorinnen stark zugenommen. Sie präsentieren Nordkoreas vermeintlichen Alltag und sollen aus dem Westen stammende „Fake News“ über ihr Land entlarven.

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Start-ups in Austria risk falling behind European rivals

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Austria, like Germany, has a deftness for creating highly specialised companies — often less well-known “hidden champions” — that are also global leaders in their field, according to the agency charged with promoting investment in the country.

The Austrian Business Agency (ABA) paints a shining picture of the local start-up scene in which new businesses, incubators, accelerators, co-working spaces and new venture capital funds have emerged over recent years, attracting capital from outside.

“In 2019, start-ups attracted €218m in investment. Especially, scale-ups have been successful in attracting funding internationally,” the ABA says.

But the rate at which start-ups are created in Austria remains lower than that in comparable European countries, and a new law aimed at controlling foreign direct investment from non-EU countries, coupled with existing red tape, has prompted concerns that innovation is being stifled.

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Der König urlaubt in Bayern – die Jugend kämpft um die Freiheit

Während der thailändische König die meiste Zeit in Deutschland logiert, regiert in seinem Land das Militär so eisern, dass die Jugend aufbegehrt – nach dem Vorbild von Hongkong. Manche sehen die Geburt einer globalen Bewegung. 9

Die „Demokratie-Kekse” die Netiwit Chotiphatphaisal bei Protesten in Thailand verteilt, schmecken „köstlich“, sagt er. Doch die sandfarbenen Gebäcke haben auch eine Botschaft, wie das aufgeprägte Demokratiedenkmal in Bangkok beweist. Auch auf seiner Webseite „Delicious Democracy“ verkauft der 23-jährige Studentenaktivist die Kekse – immer in Anspielung darauf, dass Kritiker ihm und seinen Mitstreitern vorwerfen, Demokratie „könne man nicht essen“. Anstatt zu protestieren, sollten sie „lieber arbeiten“ gehen.

Thailand machte in Deutschland zuletzt nur Schlagzeilen wegen seines bizarren Königs, der die meiste Zeit am Starnberger See logiert. Aber hinter dem Wirbel um die exzentrische Figur steht ein hochrelevanter politischer Konflikt. In dem südostasiatischen Land entsteht gerade eine Protestbewegung ähnlich wie in Hongkong – fast täglich protestieren junge Menschen für Demokratie. Manche Experten sehen Thailand gar als Vorzeichen dafür, dass sich der Kampf für Freiheit zu einer globalen Bewegung entwickeln könnte.

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Crowdfunding picks up slack for green tech start-ups in Europe

This text was first published in the Financial Times here

Even in the midst of this year’s coronavirus pandemic, Bernhard Stöckl still saw the potential for attracting investors to his renewable energy venture.

The chief executive of Austrian renewable energy company Photovoltaik Leitinger started crowdfunding for his “bifacial” solar panel fence, which collects sun energy from two sides and produces up to 10 per cent more energy than its conventional counterparts. “We expected renewables to gain momentum during this crisis — and our investors agreed,” he says. 

The transition to clean energy is dominated by big companies and large-scale public projects aimed at delivering low-carbon power at scale. Yet many individual citizens are keen to do their part in achieving climate targets by backing and installing small-scale renewable kit.

Crowdfunding can get green energy projects off the ground and democratise the energy transition. At the same time, these platforms function differently from traditional investments and carry different types of risks for retail investors.

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Indien: Der mächtigste Player im globalen Kampf um den Impfstoff

Bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs liefern sich China, USA, Russland und Europa ein Wettrennen. Es geht um internationales Ansehen und um Einfluss. Wer auch immer sich vorne sieht: An Indien kommt niemand vorbei. Das Land ist der mächtigste Akteur in diesem Kampf. 1

„Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein“, erklärte Angela Merkel bei einer Covid-19-Geberkonferenz im Juni. Auch Chinas Präsident Xi Jinping sagte, sein Land werde einen Impfstoff als „globales öffentliches Gut“ zur Verfügung stellen.

Alles leere Worte? Längst ist ein globaler Machtkampf um die Entwicklung eines Impfstoffs ausgebrochen. Er erinnert an den Wettstreit, welches politische System zuerst die Mondlandung schafft. Denn: Wer als erstes seine Bevölkerung immunisieren kann, gewinnt international an Prestige und kann früher als andere seine Wirtschaft öffnen. Anstatt globaler Solidarität und Bevorzugung der Bedürftigsten zeigt sich eine Art „Impf-Nationalismus“ und ein Verteilungskampf um die vielversprechendsten Impfstoffe, noch bevor klinische Tests abgeschlossen sind.

Derzeit sind weltweit mehr als 155 Covid-Impfstoffe in Entwicklung, 23 davon werden an Menschen getestet. In Russland werden Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung im staatlichen Fernsehen gezeigt. Es sollen bereits zwei Testrunden an Soldaten stattgefunden haben. Auch in China soll Ende Juni ein eigener Impfstoff für das Militär zugelassen worden sein.

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