Identität im Netz: Datenspur, Ego Updates und Selbstoptimierung

Auf der Berliner Netzkultur Konferenz zum Motto “Identity sucks” redete Miriam Meckel über die verschiedenen Ausdrucksformen von Identität im Netz.

Meckel

Für unsere Identität ist das Internet Glück und Last zugleich. Einerseits kann man mit einem virtuellen Alter Ego oder Pseudonym aus der Gesellschaft ausbrechen. Die digitale Identität wird zur Chance sich in neuen Öffentlichkeiten einzubringen und online neu zu erfinden. Andererseits neigt man im Netz dazu nur Ausschnitte seiner Persönlichkeit öffentlich zu machen. Identität wird zu einer Best-of-Marke seiner Selbst, die nur die Highlights des eigenen Lebens präsentiert. Das Internet und soziale Netzwerke insbesondere drohen somit nicht mehr als Orte der Selbstdarstellung zu sein, die wenig mit der Realität zu tun hat.

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#Favelasonline: „Wir finden neue Formen von Politik!“

Favelas

Ein Viertel der Bewohner von Rio de Janeiro – Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016 – lebt in Favelas. In den fast 1.000 Armenvierteln der brasilianischen Hauptstadt bestimmen Drogenbanden seit Jahren das tägliche Leben. Favelas sind daher vor allem eins: ein Synonym für Gewalt und Armut. Weniger bekannt ist, dass die Elendsviertel längst auch Quelle und Hort digitaler Kreativität sind.

Vor allem junge Favela-Bewohner üben sich mit Begeisterung in der lokalen Berichterstattung. Die deutschen Journalistinnen Julia Jaroschewski und Sonja Peteranderl schreiben seit 2001 auf BuzzingCities und aus den Favelas in Rio, haben selbst in der Favela Rocinha gewohnt und live von dort auf ihrem „Favelawatchblog“ gebloggt. In der Veranstaltung „#favelasonline – Digitaler Wandel in den Armenvierteln von Rio de Janeiro“ der Heinrich-Böll Stiftung berichteten sie in Berlin, wie das Internet die brasilianischen Armenviertel in „die größten Startups Lateinamerikas“ verwandelt.

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Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 – CDU

CDU

Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?

Heute: Uwe Göpel. Er ist Teamleiter Online für Marketing und interne Kommunikation der CDU und verantwortet die Online-Kampagne der Christdemokraten für den Bundestagswahlkampf 2013.

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