#Favelasonline: „Wir finden neue Formen von Politik!“

Favelas

Ein Viertel der Bewohner von Rio de Janeiro – Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016 – lebt in Favelas. In den fast 1.000 Armenvierteln der brasilianischen Hauptstadt bestimmen Drogenbanden seit Jahren das tägliche Leben. Favelas sind daher vor allem eins: ein Synonym für Gewalt und Armut. Weniger bekannt ist, dass die Elendsviertel längst auch Quelle und Hort digitaler Kreativität sind.

Vor allem junge Favela-Bewohner üben sich mit Begeisterung in der lokalen Berichterstattung. Die deutschen Journalistinnen Julia Jaroschewski und Sonja Peteranderl schreiben seit 2001 auf BuzzingCities und aus den Favelas in Rio, haben selbst in der Favela Rocinha gewohnt und live von dort auf ihrem „Favelawatchblog“ gebloggt. In der Veranstaltung „#favelasonline – Digitaler Wandel in den Armenvierteln von Rio de Janeiro“ der Heinrich-Böll Stiftung berichteten sie in Berlin, wie das Internet die brasilianischen Armenviertel in „die größten Startups Lateinamerikas“ verwandelt.

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Technik vs. Gehirn: Wie weit ist es mit der künstlichen Intelligenz?

Auf der Falling Walls Konferenz 2013 wurde den Besuchern ein Einblick in die Welt von morgen gegeben – wenn künstliche und menschliche Intelligenz miteinander konkurrieren.

Ishiguro

Die Falling Walls Conference fand erstmals im Jahr 2009 anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls statt. Seit fünf Jahren bringt die Konferenz Spitzenforscher aus aller Welt zusammen, die in 15-minütigen Präsentationen ihre neuesten Erkenntnisse teilen, und somit versuchen dem Jahrestag eine neue Bedeutung zu geben. Christina zur Nedden war für die Netzpiloten vor Ort und hat einige Zukunftsprojekte kennengelernt, die das Potential haben, die Gesellschaft zu verändern und alte Mauern einzureissen.

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Der Pressekompass: Navigationshilfe im journalistischen Meinungsdschungel

Kompass

Wenn 20-35-Jährige sich darüber informieren wollen, was in der Welt los ist, scannen sie meist schnell die Überschriften auf Spiegel Online. Aber reicht das? Und was sagen andere Medien zu einzelnen Themen? Der Pressekompass bietet einen Überblick zu wichtigen Meinungen und Fakten des Tages. Interview mit der Gründerin Pia Frey.

Der Pressekompass setzt dem einseitigen Medienkonsum ein Ende, indem er Standpunkte von Leitmedien zu aktuellen Themen stichpunktartig aufbereitet und die Meinungen in einem interaktiven Kompass graphisch gegenüberstellt. Der Leser kann sich umfassend informieren und kann nebenbei noch seine eigene Sichtweise einbringen. Pia Frey ist Gründerin des neuen journalistischen Formats und spricht mit politik-digital.de über Leser mit wenig Zeit, Meinungsjournalismus und beliebte Themen. [Weiterlesen...]

Buchrezension: „Das Echo-Prinzip: Wie Onlinekommunikation die Politik verändert“

Echo

Alle wollen Wahlkampf machen wie Obama. Und keiner schafft es. In seinem Buch „Das Echo-Prinzip: Wie Onlinekommunikation die Politik verändert“ beschreibt der Digital-Experte Yussi Pick anhand von Beispielen aus den USA und Europa, wie das Internet unser Medienverhalten verändert, und wie man es nutzen kann, um den öffentlichen Diskurs erfolgreich zu beeinflussen.

Der österreichische Kommunikations- und Kampagnenberater Yussi Pick bietet dem Leser einen praxisorientierten Werkzeugkasten, der Vertretern der politischen Kommunikation detailreich erläutert, wie sie Online-Tools effektiv für ihre Arbeit nutzen können – auch ohne einen deutschen Obama. Wer jetzt denkt, das Buch sei sicher in einem halben Jahr veraltet, hat Recht. Aus diesem Grund aktualisiert und ergänzt der Autor regelmäßig Kapitel seines Buches in einem begleitenden Blog.

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Whistleblower-Preis für Edward Snowden – Interview mit Edda Müller

Blume

Morgen Abend wird der Whistelblower-Preis 2013 in Berlin an Edward Snowden verliehen – der selbst natürlich nicht vor Ort sein kann. Auch Transparency International e.V. beteiligt sich an der Verleihung. Wir haben anlässlich der heutigen Preisvergabe ein Interview mit Edda Müller von Transparency International Deutschland geführt.

Seit Wochen schon hält Edward Snowden die Welt mit immer neuen Enthüllungen über das Vorgehen der Geheimdienste in Atem. Morgen Abend wird ihm – natürlich in Abwesenheit – der Whistleblower-Preis 2013 in Berlin verliehen. Seit 1999 werden mit dem Preis Persönlichkeiten geehrt, „die in ihrem Arbeitsumfeld oder Wirkungskreis schwerwiegende, mit erheblichen Risiken oder Gefahren für Mensch und Gesellschaft (…) verbundene Missstände aufgedeckt haben.“ Erstmals beteiligt sich in diesem Jahr die Antikorruptionsorganisation Transparency International e.V. an der Verleihung. Edda Müller, Vorsitzende von Transparency International Deutschland, hat mit uns vor einem Monat im Interview über die Notwendigkeit dieser Auszeichnung und den unzureichenden Schutz von Whistleblowern in Deutschland gesprochen.

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