Autonomes Fahren: „Verantwortung trägt immer der Mensch“

Bild: Opel
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Dieser Beitrag erschien zuerst auf wired.de 

Motor an, Augen zu und zurücklehnen: Das Auto der Zukunft kommt ohne aktiven Fahrer aus, Unfälle soll es nicht mehr geben. Und wenn es doch mal kracht? Die Verantwortung liege immer noch beim Menschen und nicht bei der Maschine, sagt die Technikphilosophin Janina Loh. 

Nicht selbst zu fahren, hat viele Vorteile. Schlafen, im Internet surfen, arbeiten – all das soll in Zukunft im autonomen Auto möglich sein. Um Zusammenstöße mit anderen Fahrzeugen müssen sich Insassen nicht sorgen. Das besagt zumindest die Vision-Zero-Theorie, denn wenn alle Autos vernetzt und wissen wie weit sie voneinander entfernt sind, könne es auch keine Unfälle mehr geben.

Die Technologie für autonomes Fahren ist jedoch noch nicht voll ausgereift. Dass Systeme teilweise ausfallen oder Komponenten nicht richtig funktionieren ist nach wie vor nicht auszuschließen. Was passiert also, wenn es gefährlich wird? Wie entscheidet sich das autonome Fahrzeug, wenn es entweder in eine Betonwand, einen Abhang hinunter oder in eine Menschengruppe hineinfahren müsste? Und wer trägt die Verantwortung für einen Unfall, wenn der Fahrer nicht mehr eingreifen kann? „Autonomes Fahren: „Verantwortung trägt immer der Mensch““ weiterlesen

Programmierer aus dem Flüchtlingscamp

Foto: Ariana Dongus
Foto: Ariana Dongus

Dieser Beitrag erschien in der Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 30. April 2017 und online auf faz.net

Im Irak tobt der Krieg gegen den IS. Nebenan büffeln Flüchtlinge für die digitale Zukunft. Das Konzept einer Amerikanerin will ihnen mit Technologiekenntnissen aus der Arbeitslosigkeit heraushelfen.

Als Goory Al-Hamed aus Damaskus fliehen muss, denkt sie nicht lange nach, was sie mitnimmt. Es sind nur ein paar Kleidungsstücke und ihr Laptop, der später zu ihrem größten Kapital werden wird. Jetzt, dreieinhalb Jahre später, sitzt die 27-jährige zierliche Frau auf einem Kissen in einem Flüchtlingscamp am südlichen Ende von Arbil, der kurdischen Hauptstadt des Nordiraks, denselben Laptop vor sich, neben ihr der kleine Gasofen – die einzige Wärmequelle an diesem kalten Morgen. Sie streift die Ärmel ihres Mantels zurück und tippt rasend schnell einen Computercode ins Eingabefenster.

Ihre Website, die es Krankenhäusern ermöglichen soll, bei Versorgungsknappheit Medikamente untereinander auszutauschen, ist fast fertig gebaut. Nur noch wenige Klicks. Doch dann erlischt mit einem Knall das Licht: schon wieder Stromausfall. Al-Hamed klappt den Rechner zu und verlässt die Baracke. Sie geht vorbei an den weißen Zelten des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, dem Fußballplatz, dem Elektronik-Geschäft ihres Bruders, raus aus dem Camp. Gleich kommt der Bus, der sie zur Programmierschule bringt. „Programmierer aus dem Flüchtlingscamp“ weiterlesen

Wie wird man Bier-Brauer?

Ben (30) hat immer gerne Bier getrunken – dann beschloss er, selbst welches zu brauen. Im Video erzählt der Azubi von seinem Job.

Dieses Video ist Teil meiner und Mark Heywinkels Web-Serie “Auf Arbeit”, die junge Berufsbegleiter in Berlin begleitet. Sie wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg und dem rbb gefördert und erschien 2017 auf ze:tt. Alle Folgen gibt es hier https://www.aufarbeit.tv/