So verdienen zwei Berliner Instagrammerinnen mit ihrem Hobby Geld

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Albina Haxhimusa und Julia Dalia haben ein Ziel: eines Tages vom Bloggen zu leben. Dafür sind sie bereit, viel zu opfern. Auch ihre Leben offline – abseits von Snapchat und Instagram.

Julia formt ihre Lippen zu einem Kussmund und schaut in ihre Smartphone-Kamera. Sie drückt auf den Auslöser. Unzählige Selfies entstehen, bis sie mit einem zufrieden ist. Das Foto muss gut sein – schließlich wird sie dafür bezahlt. Für großen Modemarken sind Influencer, also Menschen die mit ihren Social-Media-Kanälen viele Leute erreichen, gute Werbeträger*innen. So wie Julia mit ihren mehr als 20.000 Followern auf Instagram.

Julias Freundin Albina ist auch auf Instagram aktiv, will ihre Fotos ebenfalls zu Geld machen. Doch die Firmen interessieren sich oft nur für Julia, auch wenn die beiden das Blog musasmusas zusammen betreiben. Denn Albina folgen nur 1000 Fans. Wir haben die beiden einen Tag lang begleitet.

Was hilft gegen IS-Propaganda im Netz? Terror-Satire liken und teilen

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Wie wehrt man sich gegen IS-Propaganda im Internet? Mit Humor, sagen Islamwissenschaftler und deutsch-muslimische Satiriker auf der re:publica in Berlin. Und vor allem auch, indem man Terrorismus-Satire likt und teilt.

Im Januar trauten „Beliebers“ ihren Augen nicht als unter dem Hashtag #JustinBieber ein Exekutions-Video auf Twitter auftauchte. Der selbsternannte „Islamische Staat“ hatte den Erfolgs-Hashtag an einen Link zu einem Rekrutierungsvideo geklebt in der Hoffnung ein paar der rund 70 Millionen meist jugendlichen Follower des Bieber-Kanals für den Dschihad zu begeistern.

Für IS-Kämpfer dient der Westen als Feindbild, sie nutzen für ihre Zwecke jedoch genau die Mechanismen westlicher Popkultur. So erreichen sie Jugendliche, die im Internet womöglich nach Sinn suchen und sich konkreten Rat für ihr Leben erhoffen. Der IS ist mit Videos, Fotos, Info-Seiten zur Stelle. Und die erreichen ihr Publikum auch dadurch, dass Medien die Inhalte teilen – zwar zu Demonstrationszwecken und mit journalistischer Distanz. Aber so verbreitet sich die Propaganda.

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Brexit: Fünf Digital-Projekte, um junge Briten zur Abstimmung zu bewegen

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In or Out? In knapp einer Woche stimmen die Briten ab, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Meinungsumfragen sagen ein sehr knappes Ergebnis und einen Kampf zwischen jung und alt voraus. Junge Briten tendieren dazu, in der EU bleiben zu wollen, die U-35-Generation gilt aber auch als besonders wahl-faul. Der Kampf um ihre Stimme wird daher dort ausgetragen, wo sich die jungen Wähler am ehesten aufhalten: im Internet.

Spätestens seit der ersten Obama-Kampagne finden Wahlkämpfe immer mehr im Internet statt. Das gilt auch für das Referendum zum Brexit am 23. Juni. Insbesondere die „Leave-Kampagne“ der EU-Gegner hat sich für den Online-Wahlkampf einiges einfallen lassen: Da gibt es das verlockende Angebot,50 Millionen Pfund (angeblich das Geld, das täglich von UK nach Brüssel fließt) bei einem EM-Tipp-Spiel zu gewinnen, einen Brexit-Spielfilm zum ebenso angeblichen Luxus-Leben der EU-Parlamentarier und eigens geschriebene ungewollt komischeSongs zum EU-Austritt.

Die so genannte Stronger-in-Kampagne der EU-Befürworter ist im Vergleich wenig ansprechend. Dabei könnten EU-Unterstützer einen ordentlichen Online-Auftritt gut gebrauchen. Sie fürchten um die jungen Wahlberechtigten, denn Briten unter 35 sind eigentlich positiv gegenüber der EU eingestellt und könnten den Unterschied im voraussichtlich knappen Wahlergebnis machen.

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Liebe Erwachsene, die TINCON ist nur für Jugendliche, aber wir waren für euch da

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Plötzlich Millionen Fans – wohin mit der Verantwortung?“ So fragt jemand, der für Jugendliche ein Star ist. Derzeit in Berlin sogar zum Echt-Anfassen, denn Oguz Yilmaz von Y-Titty ist einer der Speaker auf dem Tincon-Festival über alles, was Jugendliche digital so machen. Die erwachsene WIRED-Reporterin durfte nur kurz mal rein.

Auf dem ersten Festival für digitale Jugendkultur – der TINCON -  geht es dieses Wochenende in Berlin um Games, Roboter und VR-Brillen. Und: um Massenüberwachung, Menschenrechte und „Evil Memes“. Erwachsene sind nicht dabei: Teenager sollen einen eigenen Raum haben um „ihre“ Medien noch besser kennenzulernen, sich darüber auszutauschen, viel auszuprobieren und zu lernen, dass Verantwortung im Netz wichtig ist.

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Auch China hat seine eigene Troll-Armee

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Die chinesische Regierung fälscht laut einer neuen Studie jährlich fast 500 Millionen Social-Media-Posts, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Das soll psychologisch besser funktionieren als klassische Zensur. 

Schon lange vermuten Experten, dass die Kommunistische Partei in China bis zu zwei Millionen Online-Propaganda-Helfer einsetzt, um die öffentliche Meinung in sozialen Medien zu infiltrieren. Eine neue Harvard-Studie bestätigt das jetzt. 500 Millionen Posts im Jahr, einer von 178 Beiträgen in Chinas Mikro-Blogs, stammt demnach von  sogenannten „Fifty-Cent-Arbeitern“. Die heißen so, weil sie angeblich 50 Cent für jeden Fake-Post von der Regierung gezahlt bekommen.

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