Der Code für ein neues Leben

Photo: Ariana Dongus

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Dieser Artikel erschien zuerst auf dradiowissen.de und kann hier nachgehört werden. 

“Re:coded” ist eine Programmierschule im Nordirak, die Geflüchteten das Coden im Schnelldurchlauf beibringt. Das ist eine Perspektive für die Schüler, aber auch eine kostengünstige Lösung für Unternehmen.

An der Re:coded Programmierschule lernen rund vierzig Geflüchtete zwischen 25 und 35 Jahren in sechs Monaten zu coden. Die Männer und Frauen an den Laptops sind Kriegsflüchtlinge. Sie kommen aus Aleppo, Damaskus oder Mossul. Manche von ihnen haben Vorkenntnisse, andere nicht. Die Vereinten Nationen, Microsoft und seit kurzem auch Google unterstützen die Schule finanziell. Bezahlte Arbeit als Programmierer lautet das Versprechen der aus Australien stammenden Gründerin Alexandra Clare. Jobs finden die Schüler nach dem Abschluss in lokalen, aber auch in Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley. Das ist eine Chance für viele der Schüler. Es ist aber auch eine kostengünstige Lösung für Unternehmen, denn der Lohn liegt weit unter dem globalen Marktwert. [Weiterlesen...]

Liebe Erwachsene, die TINCON ist nur für Jugendliche, aber wir waren für euch da

Dieser Beitrag erschien zuerst auf wired.de

Plötzlich Millionen Fans – wohin mit der Verantwortung?“ So fragt jemand, der für Jugendliche ein Star ist. Derzeit in Berlin sogar zum Echt-Anfassen, denn Oguz Yilmaz von Y-Titty ist einer der Speaker auf dem Tincon-Festival über alles, was Jugendliche digital so machen. Die erwachsene WIRED-Reporterin durfte nur kurz mal rein.

Auf dem ersten Festival für digitale Jugendkultur – der TINCON -  geht es dieses Wochenende in Berlin um Games, Roboter und VR-Brillen. Und: um Massenüberwachung, Menschenrechte und „Evil Memes“. Erwachsene sind nicht dabei: Teenager sollen einen eigenen Raum haben um „ihre“ Medien noch besser kennenzulernen, sich darüber auszutauschen, viel auszuprobieren und zu lernen, dass Verantwortung im Netz wichtig ist.

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Was passiert jetzt mit dem Drohnenverkehr über Deutschland?

Dieser Beitrag erschien zuerst auf wired.de

Immer mehr Drohnen schwirren, filmen und kollidieren über Deutschland. Um Anarchie am Himmel zu vermeiden, will das Verkehrsministerium die Luftverkehrsordnung anpassen. Wie genau wird der Drohnenflug in Deutschland in Zukunft reguliert – und ist das überhaupt möglich? Darüber hat WIRED mit der IT-Anwältin Ramak Molavi gesprochen.

Ramak Molavi arbeitet als Anwältin zu den Themen IT-Recht, Games, Robotik, Social- und Mobile-Recht bei der Kanzlei iRights Law. WIRED hat mit ihr über Sinn und Unsinn der Drohnenregulierung gesprochen, die die Bundesregierung plant.

WIRED: Frau Molavi, was ist eine Drohne?
Ramak Molavi: Es gibt Drohnen, die Bomben abwerfen und zu den Kriegsrobotern gehören. Drohnen sind aber auch unbemannte Fluggeräte, zum Beispiel Quadkopter, die meist Bild und Ton aufnehmen oder mit anderer Sensorik ausgestattet sind. Diese können zu Freizeitzwecken geflogen werden oder zu gewerblichen Zwecken, etwa für Filmaufnahmen oder Paktelieferungen in ländliche Gebiete. Sie können auch sehr sinnvoll eingesetzt werden, etwa in Katastrophengebieten oder an schwer zugänglichen oder gefährlichen Orten, wie einer Ölplatform oder einem Kernkraftwerk um Messungen vorzunehmen oder Materialien abzuwerfen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, die Drohnen werden technisch immer besser.

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Putzen und Essen ausfahren mit Uni-Abschluss

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Berliner Morgenpost vom 7. März 2016 und auf morgenpost.de

Von Jobs bei  Dienstleistern  wie „Foodora“ und „Helpling“ versprechen sich Berliner Flexibilität. Das hat aber auch Nachteile.

Berlin in diesen Tagen: Draußen stürmt es, in der Chausseestraße in Mitte hat jemand Lust auf einen Burger. Zwei, drei Klicks, und das Essen aus dem Lieblingsrestaurant ist übers Smartphone nach Hause bestellt. Das ist der Startschuss für Syazwan Khairi. Er steigt auf sein Rennrad, öffnet die App auf seinem Handy, akzeptiert den Auftrag für die Bestellung und fährt los.

In 15 Minuten muss er beim Restaurant am Hackeschen Markt sein, das gleichzeitig Burger und Pommes brutzelt. Er schafft es pünktlich, verstaut die Lieferung in seinem Rucksack, wischt über die App – “Bestellung abgeholt” – und rast los zum Kunden. Zehn Minuten, um in die Chausseestraße zu kommen, das sind zweieinhalb Kilometer. Kein Problem für Khairi. Zwischendurch ein Blick aufs Handy, links oder rechts? Der Bildschirm ist nass vom Regen. Zwei Minuten bis zur Deadline: Khairi findet die Wohnung nicht. Vorderhaus? Hinterhaus? Welcher Stock? Am Ende ist er vier Minuten zu spät. Ein Mann in Jogginghose öffnet die Tür. Er wirkt entspannt, reicht Khairi ein paar Münzen. “Drei Euro Trinkgeld – so was gibt’s nur in Prenzlauer Berg”, sagt er und strahlt.

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Google und die Suchneutralität: „Es zählt nur, was die Nutzer wollen“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf taz.de

Die EU klagt gegen Google. Der Jurist und Programmierer James Grimmelmann erklärt, warum er das für übertrieben hält.

Herr Grimmelmann, Was haben Sie zuletzt auf Google gesucht?

James Grimmelmann: Einen meiner Texte zur Suchneutralität. Ich wollte mich auf dieses Interview vorbereiten.

Haben Sie das relevanteste Ergebnis bekommen?

Ja, habe ich. Ich wusste aber auch genau, was ich finden wollte und habe die Worte entsprechend gewählt. Wenn ich mich inspirieren lassen will, in welchem Restaurant ich essen gehen soll oder in welchem Hotel übernachten, nutze ich Google nicht. Ich bevorzuge spezialisierte Suchmaschinen wie das Empfehlungsportal Yelp oder die Reisesuchmaschine Kayak. Da bekomme ich bessere Ergebnisse.

Google ist gar nicht Ihre Lieblings-Suchmaschine, obwohl Sie den Konzern immer zu verteidigen scheinen?

Nicht für diese Art von Suchanfragen. Es ist meine bevorzugte Suchmaschine, wenn es darum geht ein paar erste Informationen zu einem Thema zu bekommen. Gestern hat meine Tochter eine Kindersendung über Baumaschinen im Fernsehen angeschaut. Da war die Frage, was der Unterschied zwischen einem Löffelbagger und einer Aushubmaschine ist. Um das herauszufinden, sind wir auf Google gegangen, lasen einige Wikipedia-Einträge und ein paar Infos auf Webseiten von Baumaschinenherstellern. Für diese Art von unstrukturierter Suche ist Google gut.

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